Das Kunsthaus Zürich widmet der Genfer Künstlerin Alice Bailly (1872–1938) zwei Ausstellungsräume. Ihre innovativen Wollbilder – zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit – gelten heute als Schlüsselwerke der Schweizer Moderne.
Pionierin der moderne
Alice Bailly gehörte zu den ersten Künstlerinnen der Schweiz, die den Bruch mit der akademischen Tradition wagten. Zwischen Paris, Genf und Lausanne entwickelte sie ab 1906 eine unverwechselbare Bildsprache, beeinflusst von Fauvismus, Kubismus und Futurismus. Ihre Wollbilder, die sogenannten «tableaux-laine», verleihen der Malerei eine neue Haptik und verbinden Textur mit leuchtender Farbe.
Zu ihren Lebzeiten noch als kunsthandwerklich abgetan, gelten sie heute als visionäre Antwort auf die männlich dominierte Moderne.
















