Das mudac weiht seinen neuen Ausstellungsraum Le Carré mit Jean Tschumi designer ein. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Künstlerischen Kommission der Vaudoise Assurances realisiert wurde, beleuchtet einen besonderen Aspekt des Schaffens des grossen Schweizer Architekten: seine Möbelentwürfe für Le Cèdre, den Sitz der Vaudoise Versicherungen in Lausanne.

Mit dem Haupt­sitz der Vaudoise Versi­che­run­gen in Lausanne hat Jean Tschumi ein wahres archi­tek­to­ni­sches Meis­ter­werk geschaf­fen. Sein stren­ges und zugleich nuan­cier­tes Design strebt nach Trans­pa­renz, Leich­tig­keit und Offen­heit. Es handelt sich um ein Gesamt­kunst­werk, in dem Archi­tek­tur, Kunst und Design zu einem Ensem­ble von selte­ner Harmo­nie und außer­ge­wöhn­li­cher Quali­tät verschmel­zen. Im Rahmen der Restau­rie­rung dieses emble­ma­ti­schen Gebäu­des beauf­tragte die Vaudoise Versi­che­run­gen das Schwei­zer Studio Big-game mit der Neuauf­lage der von Tschumi spezi­ell für diesen Ort entwor­fe­nen Möbel.

Die Ausstel­lung Jean Tschumi desi­g­ner präsen­tiert diese Neuauf­la­gen – Sessel ohne Armleh­nen, runder Tisch aus Marmor und Eisen, Büro­stuhl, klei­ner Tisch –, die vom renom­mier­ten Schwei­zer Möbel­her­stel­ler Girs­ber­ger (gegrün­det 1889) herge­stellt werden, neben den Origi­nal­stü­cken, die von der Vaudoise sorg­fäl­tig aufbe­wahrt wurden. Diese Ensem­bles werden von einer umfang­rei­chen Doku­men­ta­tion (Fotos, Filme, Archiv­do­ku­mente) beglei­tet, die die Entste­hungs­ge­schichte des Projekts und die Gedan­ken des Desi­g­ners nach­zeich­net. Archive aus dieser Zeit stel­len die Möbel in ihren ursprüng­li­chen Kontext, während zeit­ge­nös­si­sche Doku­mente die Heraus­for­de­run­gen beleuch­ten, die mit ihrer Neuauf­lage verbun­den waren: Anpas­sung an aktu­elle Produk­ti­ons­me­tho­den, mate­ri­elle und ästhe­ti­sche Anfor­de­run­gen sowie zeit­ge­nös­si­sche Normen.