Marisol zählt zu den eigenwilligsten Stimmen der Pop Art. Mit ihren skulpturalen Figuren verbindet sie Popkultur, Satire und Selbstinszenierung zu einer unverwechselbaren Bildsprache. In den 1960er-Jahren gefeiert, wird ihr Werk heute neu entdeckt – als ebenso präzise wie überraschend aktuelle Position zwischen Pop Art und Nouveau Réalisme.
Zwischen Pop Art und gesellschaftlicher Kritik
María Sol Escobar (1930–2016), bekannt als Marisol, gehörte in den 1960er-Jahren zu den prägenden Figuren der New Yorker Kunstszene. Ihre oft lebensgrossen, bemalten Holzskulpturen verbinden Alltagsobjekte mit Elementen aus Popkultur, Dada und Volkskunst und entwickeln eine unverwechselbare, häufig satirische Bildsprache.
Ihr Werk bewegt sich zwischen US-amerikanischer Pop Art und europäischem Nouveau Réalisme, ohne sich eindeutig einer dieser Strömungen zuordnen zu lassen. Früh entwickelte sie eine eigenständige Formensprache, in der Selbstbildnisse, gesellschaftliche Rollen und Inszenierungen miteinander verschränkt sind.
Die Ausstellung im Kunsthaus Zürich entsteht im Rahmen einer internationalen Kooperation mit dem Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, dem Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, und dem Museum der Moderne Salzburg. Gemeinsam realisieren die Institutionen die erste umfassende Retrospektive von Marisols Œuvre in Europa. Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Marisol Estate am Buffalo AKG Art Museum.
(Unterstützt von der Hans Imholz-Stiftung und der Monsol Foundation)
Ich wollte nie Teil der Gesellschaft sein. Ich wollte immer eigenständig sein.
(Marisol)
















