Der Ausdruck „Zeitalter des Nationalismus“ suggeriert eine neue Ära – eine, in der Nationen plötzlich und vielleicht bedrohlich wieder in den Vordergrund treten. Doch diese Formulierung ist falsch. Nationalismus ist weder neu noch ein überraschendes Comeback. Er ist eine politische und emotionale Strömung, die die moderne Welt seit über zwei Jahrhunderten prägt. Was sich verändert hat, ist nicht seine Existenz, sondern unser Bewusstsein dafür – insbesondere in Europa.
Im 19. Jahrhundert war der Nationalismus eine treibende Kraft, um aus zersplitterten Gebieten geordnete Staaten zu schaffen. Frankreich und England sind die besten Beispiele für positiv eingesetzten Nationalismus: Beide entwickelten starke, zentralisierte Staaten mit relativ stabilen nationalen Identitäten. Ihre nationalistischen Bewegungen waren von früher Einigung und dem Aufbau gemeinsamer Institutionen geprägt. Italien und Deutschland hingegen zeigen die gefährlichere Seite des Nationalismus. Ihre Einigungen erfolgten später und wurden von aggressiven politischen Bewegungen getragen, die den Boden für Extremismus und spätere Kriege bereiteten.
Nach den Verwüstungen der beiden Weltkriege wurde Nationalismus – zumindest in Europa – mit Extremismus, Militarismus und Fremdenfeindlichkeit assoziiert. Die Reaktion darauf war eine energische Gegenbewegung: eine breite kulturelle und politische Hinwendung zur supranationalen Kooperation, insbesondere durch die Europäische Union. Der Nationalismus, einst der Stolz der europäischen Moderne, wurde zum Tabu. Doch während Europa versuchte, über ihn hinauszuwachsen, hielt ein Großteil der Welt weiterhin an ihm fest. Und heute, angesichts des Aufstiegs nicht-westlicher Mächte und innerer Bedrohungen für das europäische Projekt, ist der Nationalismus zurück – nicht als Geist der Vergangenheit, sondern als globale Realität, die nie wirklich verschwunden war.
Dieser Text argumentiert, dass der Nationalismus stets ein beständiges Merkmal der Weltpolitik und Identitätsbildung geblieben ist. Seine vorübergehende Verdrängung in Europa war die Ausnahme, nicht die Regel. Mit dem relativen Machtverlust Europas und dem Aufstieg anderer Weltregionen kehrt der Nationalismus nicht nur zurück – er übernimmt wieder seine historische Rolle als eine der Haupttriebkräfte des 21. Jahrhunderts.
Nationalismus als europäische Erfindung und Instrument des Nation-Building
Im 19. Jahrhundert wurde der Nationalismus zu einer zentralen Strategie der europäischen Staatsbildung. Er war nicht nur ein Gefühl, sondern ein Werkzeug, um Einheit zu stiften, Autorität zu festigen und Loyalität gegenüber dem entstehenden Nationalstaat zu erzeugen. Frankreich und England gelten als besonders stabile Beispiele für konstruktiv eingesetzten Nationalismus. In Frankreich half der Nationalismus dabei, Macht zu zentralisieren, Sprache zu vereinheitlichen und eine gemeinsame Identität über die Provinzen hinweg zu etablieren. Auch England entwickelte eine einheitliche nationale Identität – getragen von Institutionen, Monarchie und einer gemeinsamen politischen Kultur, die sich bis in sein Kolonialreich erstreckte.
Im Vergleich dazu verlief die Einigung Italiens und Deutschlands deutlich konfliktreicher. Diese Staaten vereinten sich später und unter stärkerem politischen Druck von oben. Italiens Flickenteppich aus Stadtstaaten und Königreichen wurde unter einem Banner nationaler Einheit zusammengeführt, doch regionale Gräben und institutionelle Schwächen blieben bestehen. Die deutsche Einigung unter preußischer Vorherrschaft brachte Militarismus und Autoritarismus tief in das nationale Selbstverständnis ein – Elemente, die später den Aufstieg radikaler Ideologien im 20. Jahrhundert begünstigten.
Nationalismus war also weder per se negativ noch positiv – er war ein Instrument. In Frankreich und England stabilisierte und integrierte er, in Italien und Deutschland führte er zu Spannungen und letztlich zu Radikalisierung. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch überzog den gesamten Nationalismus – zumindest in Europa – mit einem Generalverdacht. Wie wir im nächsten Abschnitt sehen werden, grenzte diese europäische Reaktion Europa deutlich vom Rest der Welt ab, in dem Nationalismus weiterhin als legitim und essenziell für Staatlichkeit verstanden wurde.
Europas Abkehr vom Nationalismus: Zwischen historischer Verantwortung und Integration
Die Erfahrung zweier Weltkriege hat sich tief in das politische Bewusstsein Westeuropas eingebrannt. Nationalismus, einst Motor für Fortschritt und Einigung, wurde zur zerstörerischen Kraft umgedeutet, die das dunkelste Kapitel der europäischen Geschichte geschrieben hatte. An seine Stelle trat eine neue Vision – eine, die auf Frieden, Kooperation und die Überwindung nationaler Grenzen setzte.
Nirgendwo zeigte sich dieser Wandel deutlicher als im Projekt der europäischen Integration. Die Europäische Union, ursprünglich eine Wirtschaftsgemeinschaft, wurde zum Symbol eines postnationalen Ideals: einer supranationalen Ordnung, in der nationale Souveränität geteilt und nationale Identitäten zugunsten einer gemeinsamen europäischen Identität relativiert werden sollten. Besonders Deutschland ging diesen Weg mit Nachdruck. Gezeichnet von seiner Geschichte, positionierte es sich als Vorreiter des Multilateralismus, des liberalen Internationalismus und einer zurückhaltenden Form des Patriotismus.
Auf kultureller Ebene wurde der Nationalismus in vielen westlichen Gesellschaften zum Tabu. Nationalstolz wurde oft mit Argwohn oder gar Verachtung betrachtet. Die politische Debatte hob Werte wie Diversität, Kosmopolitismus und globale Bürgerschaft hervor – ehrenwerte Ideale, die jedoch insbesondere in Krisenzeiten bei weiten Teilen der Bevölkerung wenig Resonanz fanden.
Es entstand ein Paradox: Während die politischen Eliten postnationale Zukunftsvisionen entwickelten, hielten viele Bürger an traditionellen Vorstellungen von Nation und Zugehörigkeit fest. Diese Spannung mündete in populistischen Bewegungen, die nationale Souveränität zurückfordern, Grenzen schützen und kulturelle Identität verteidigen wollten. Brexit, der Aufstieg rechter Parteien in Frankreich, Italien, Ungarn und den Niederlanden sowie die Identitätsdebatten in Deutschland und Skandinavien sind Ausdruck dieser Dynamik. Doch diese Entwicklung ist vor allem eine westeuropäische Geschichte. In Osteuropa verlief der nationale Weg ganz anders. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs erlebten viele ehemals kommunistische Staaten eine Wiedergeburt – oder gar erstmalige Ausbildung – nationaler Identität. Für sie war der Nationalismus keine beschämende Last, sondern eine befreiende Kraft der Selbstbestimmung. Die 1990er- und frühen 2000er-Jahre markierten eine Phase des Nation-Building, in der Souveränität, kulturelle Identität und historisches Gedächtnis nach Jahrzehnten sowjetischer Dominanz neu definiert wurden. Von Polen bis ins Baltikum, von Ungarn bis in den Balkan wurde der Nationalismus zu einem Instrument, mit dem Unabhängigkeit behauptet und ein neuer gesellschaftlicher Zusammenhalt geschaffen werden sollte.
Europas Abkehr vom Nationalismus war also weder einheitlich noch vollständig. Während Westeuropa dem Integrationsprojekt folgte und postnationale Horizonte entwarf, ging Osteuropa seinen eigenen Weg der nationalen Wiederfindung. Und jenseits Europas war der Nationalismus ohnehin nie verschwunden – er blieb ein politisches Grundelement. Diese Realität stellt die westliche Annahme infrage, die Geschichte habe sich von der Idee der Nation längst verabschiedet.
Nationalismus ist nie verschwunden: Eine globale Perspektive
Während Europa mit seiner Geschichte rang und den Nationalismus als politische Idee infrage stellte, blieb er in vielen Teilen der Welt eine legitime – ja notwendige – Grundlage für Einheit, Souveränität und politische Identität. In Asien wie in Nord- und Südamerika war der Nationalismus weder tabuisiert noch überholt – er diente weiterhin als Quelle staatlicher Macht und Legitimität. In manchen Ländern nimmt er sogar wieder an Fahrt auf und passt sich den Herausforderungen der Gegenwart an.
China
In China ist der Nationalismus eine tragende Säule der Herrschaft Xi Jinpings. Die Vision der „nationalen Wiederauferstehung“ im Rahmen des „Chinesischen Traums“ zielt darauf ab, Chinas frühere Größe wiederherzustellen und das sogenannte „Jahrhundert der Demütigung“ durch westliche Mächte zu überwinden. Nationalistisches Bewusstsein wird gezielt durch Bildung, Medien und Außenpolitik gefördert. Fragen wie Taiwan, Hongkong und die Territorialkonflikte im Südchinesischen Meer werden als essentielle Bestandteile der chinesischen Identität inszeniert. Dieser staatlich gelenkte Nationalismus dient gleichermaßen der inneren Kohärenz wie den außenpolitischen Ambitionen.
Indien
Unter Premierminister Narendra Modi hat auch Indien eine enge Verbindung von Nationalismus und politischer Strategie erfahren. Die regierende BJP fördert mit dem Konzept Hindutva eine Vorstellung von indischer Identität, die auf hinduistischer Kultur basiert. Postkolonialer Stolz, wirtschaftlicher Fortschritt und kulturelle Erneuerung verschmelzen zu einem Projekt, das Indien global aufwerten und gleichzeitig eine neue Definition von Zugehörigkeit schaffen will. Nationalismus dient hier sowohl der Abgrenzung von kolonialen Erblasten als auch der politischen Zentralisierung.
Nahost: Israel und Palästina
Im Nahen Osten ist der Nationalismus eng mit Fragen von Identität und Existenzrecht verknüpft. Der Zionismus, die jüdische Nationalbewegung, war die treibende Kraft hinter der Gründung Israels und prägt bis heute Politik, Sicherheitsdenken und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig lebt der palästinensische Nationalismus – genährt durch Vertreibung und Besatzung – als starke Kraft des Widerstands und Strebens nach Staatlichkeit fort. Der israelisch-palästinensische Konflikt ist im Kern ein Aufeinandertreffen zweier nationaler Projekte mit konkurrierenden Geschichtsnarrativen und territorialen Ansprüchen.
Russland
In Russland stützt Wladimir Putin seine Herrschaft maßgeblich auf ein Narrativ nationaler Größe. Die Annexion der Krim, der Krieg in der Ukraine und der Anspruch auf Einfluss in ehemaligen Sowjetrepubliken werden durch eine nationalistische Rhetorik legitimiert. Der Schutz der „russischen Welt“ spricht ein kollektives Bedürfnis nach Stolz, Identität und Abgrenzung vom Westen an. Der russische Nationalismus ist imperial, nostalgisch und konfrontativ.
Vereinigte Staaten
Selbst in den USA – oft als Symbol liberaler Demokratie betrachtet – hat der Nationalismus eine kraftvolle Renaissance erlebt. Donald Trumps „America First“-Politik reaktivierte eine Form des kulturellen und bürgerlichen Nationalismus, die auf Souveränität, wirtschaftlichen Protektionismus und nationalen Stolz setzt. Trotz aller Kontroversen sprach diese Rhetorik eine weit verbreitete Ernüchterung über Globalisierung und politische Entfremdung an. Die nationale Identität in den USA bleibt heftig umkämpft, aber unverzichtbar.
Argentinien und Lateinamerika
In Lateinamerika äußert sich der Nationalismus oft als antiimperialistische Rhetorik und kulturelle Selbstbehauptung. In Argentinien wurde die nationale Identität geprägt durch wirtschaftliche Krisen, militärische Traditionen und den Wunsch nach Unabhängigkeit von äußerem Einfluss. Populistische Führer nutzen nationalistische Rhetorik, um Unterstützung gegen globale Konzerne, internationale Organisationen oder ausländische Gläubiger zu mobilisieren. Diese Beispiele zeigen: Nationalismus ist kein Relikt der Vergangenheit und keine europäische Spezialität – er ist ein globales Phänomen, das sich lokalen Bedingungen und historischen Prägungen anpasst. Weit entfernt davon, zu verschwinden, bleibt der Nationalismus eine der kraftvollsten und anpassungsfähigsten Kräfte der internationalen Politik.
Osteuropas neuer Nationalismus: Polen und Ungarn
Zu den auffälligsten Beispielen nationaler Selbstbehauptung im postkommunistischen Europa zählen Polen und Ungarn – zwei Länder, in denen nationale Identität, Souveränität und historisches Gedächtnis zu zentralen politischen Leitlinien geworden sind. In Polen ist der Nationalismus tief verwurzelt in einer historischen Erzählung von Märtyrertum und Widerstand. Von den Teilungen des 18. Jahrhunderts über die nationalsozialistische Besatzung bis hin zur kommunistischen Herrschaft wurde die polnische Identität in ständiger Opposition zu fremder Dominanz geformt. Der Zusammenbruch des Kommunismus eröffnete die Möglichkeit einer Rückbesinnung auf nationale Stärke – institutionell verankert durch die konservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Diese nutzt den Nationalismus, um katholische Traditionen zu betonen, Polens Autonomie innerhalb der EU zu verteidigen und sich moralischen wie politischen Vorgaben aus Brüssel zu widersetzen. Gleichzeitig dient Nationalismus als einigendes Band in einer Gesellschaft mit religiösen Minderheiten, Roma, Sinti und vielfältigen regionalen Identitäten – oft durch Narrative gemeinsamer historischer Kämpfe, wenn auch nicht ohne Ausgrenzung.
In Ungarn verfolgt Premierminister Viktor Orbán eine offensivere Form des Nationalismus – geprägt von historischer Revision, antiglobaler Rhetorik und ethnischer Homogenität. Orbán propagiert die Idee einer „illiberalen Demokratie“, die nationale Kultur und christliches Erbe über liberale Werte stellt. Unter seiner Führung liegt Ungarn im Dauerstreit mit EU-Institutionen, etwa bei Themen wie Migration, Justizreform und Pressefreiheit. Der ungarische Nationalismus dient nicht nur der innenpolitischen Mobilisierung, sondern auch als außenpolitisches Signal: Nationale Interessen gehen über supranationale Verpflichtungen. Auch hier wird der Nationalismus als Kitt einer heterogenen Gesellschaft verwendet – allerdings häufig unter Ausschluss bestimmter Gruppen.
Polen und Ungarn stehen stellvertretend für eine breitere Bewegung in Osteuropa, in der Nationalismus nicht als Überbleibsel des Extremismus gesehen wird, sondern als legitimes Mittel zur Selbstbehauptung, kulturellen Abgrenzung und Kritik an westlichem Liberalismus. Sie widerlegen die Vorstellung, dass Nationalismus und Demokratie unvereinbar seien – stattdessen vertreten sie ein alternatives Modell, das nationale Identität und demokratische Selbstbestimmung miteinander verknüpft. Gleichzeitig zeigen sie: Der osteuropäische Nationalismus unterscheidet sich deutlich von seinem westlichen Pendant. Er ist defensiv statt expansiv, identitätsorientiert statt ideologisch, und fest verankert in historischen Erfahrungen von Fremdherrschaft und Überleben.
Fazit: Nationalismus als globale Konstante – und Wir?
Was diese Betrachtung offenlegt, ist simpel und doch herausfordernd: Der Nationalismus hat die Weltbühne nie verlassen – er hat nur seine Erscheinungsform, seinen Kontext und seinen Stellenwert verändert. In Europa, insbesondere im Westen, wurde er nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts politisch geächtet. Man betrachtete ihn als gefährlich, veraltet und unvereinbar mit der liberalen Ordnung, die aus den Trümmern der Kriege hervorging. Doch diese Ablehnung – so historisch verständlich sie auch sein mag – war nie universell.
Weltweit ist der Nationalismus nicht nur präsent, sondern unverzichtbar. In vielen Gesellschaften wirkt er als Kitt, der fragmentierte Gruppen zusammenhält. In anderen ist er ein Instrument des Widerstands gegen gefühlte oder tatsächliche Fremdherrschaft – sei sie kolonial, kulturell oder wirtschaftlich. In China, Indien, Israel, Argentinien, Ungarn und den Vereinigten Staaten passt sich der Nationalismus lokalen Realitäten, historischen Narrativen und politischen Ambitionen an. Er ist kein starrer ideologischer Block, sondern eine wandelbare Vorlage zur Formulierung von Identität, Legitimität und Gemeinschaft.
Diese Realität erfordert eine neue Betrachtung. Nationalismus darf nicht länger ausschließlich als europäische Pathologie gelesen werden. Vielmehr muss er als fester Bestandteil politischer Realität in unterschiedlichsten Systemen und Kulturen verstanden werden. Selbst in Europa bröckelt der Mythos vom „postnationalen Zeitalter“, da Fragen von Souveränität, Grenzen und kollektiver Identität zunehmend wieder in den Mittelpunkt politischer Auseinandersetzungen rücken. In Wahrheit ist der Titel dieses Essays – Zeitalter des Nationalismus – vielleicht irreführend. Nationalismus ist kein zurückgekehrtes Phänomen, kein „Comeback“, sondern eine dauerhafte Struktur der Moderne. Mal still, mal laut – aber stets vorhanden. Was wir derzeit erleben, ist nicht seine Wiedergeburt, sondern seine erneute Sichtbarkeit: als treibende Kraft internationaler Politik, die so bald nicht verschwinden wird.
Dabei schließen sich Pluralismus und Nationalismus keineswegs aus. Ein moderner, inklusiver Nationalismus kann gerade in pluralistischen Gesellschaften eine einigende Kraft sein – ohne dabei auf Ausgrenzung zu setzen. Für die Europäische Union könnte eine solche Form des Nationalismus sogar von Nutzen sein: Als gemeinschaftsstiftende Idee, die Identität schafft, ohne andere zu bekämpfen. Europa hat keine Gebietsansprüche, keine expansionistische oder imperiale Agenda – und unterscheidet sich damit grundlegend von den dunklen Kapiteln seiner Vergangenheit. Gerade deshalb könnte ein aufgeklärter, gemeinschaftlicher Nationalismus in der Form einer kulturelle Selbstvergewisserung helfen, das europäische Projekt emotional zu verankern und den Zusammenhalt über rein wirtschaftliche Interessen hinaus zu stärken.