Das mudac würdigt Edouard Chapal­laz, eine der prägen­den Persön­lich­kei­ten der schwei­ze­ri­schen und euro­pä­i­schen Kera­mik­kunst des 20. Jahr­hun­derts. Anhand einer ausser­ge­wöhn­li­chen Auswahl von Werken aus der Muse­ums­samm­lung lädt diese Ausstel­lung dazu ein, das Schaf­fen eines Künst­lers neu zu entde­cken, dessen uner­müd­li­che Forschung das Verhält­nis von Form, Mate­rial und Feuer nach­hal­tig geprägt hat.

Als unbe­strit­te­ner Meis­ter des Stein­zeugs und der Glasu­ren entwi­ckelte Chapal­laz ein einzig­ar­ti­ges Werk, das tief in der Erde und den Land­schaf­ten verwur­zelt ist, die ihn umga­ben. Über ihre ästhe­ti­schen Quali­tä­ten hinaus feiern seine Arbei­ten die Lang­sam­keit, die Aufmerk­sam­keit gegen­über dem Mate­rial und den Respekt vor natür­li­chen Prozes­sen.

Die Ausstel­lung ist im Le Carré, dem neuen Raum des mudac, einge­rich­tet und rückt die Bestän­dig­keit des Schaf­fens des Kera­mi­kers ins Licht, dessen Zurück­hal­tung nur von der Kraft seiner Werke über­trof­fen wird. Sie würdigt einen Künst­ler, der die Kera­mik nicht nur als Kunst­form, sondern auch als eine Weise verstand, die Welt zu denken, zu empfin­den und zu bewoh­nen.

Dieses Projekt ist Teil der Archi­ves du design romand, einer Initia­tive des mudac, die der Geschichte und Erfor­schung des Desi­gns in der West­schweiz gewid­met ist.