Welche Gegenstände begleiten die humanitäre Arbeit und was sagen sie über das Leben derjenigen aus, die auf sie angewiesen sind? Erste-Hilfe-Taschen, Zelte, Prothesen, Landkarten, Behelfsunterkünfte … Die Ausstellung Humanitarian, by design? Design als zentrales element der humanitären arbeit befasst sich mit der wesentlichen Rolle des Designs – improvisiert, institutionalisiert oder umfunktioniert – in Krisen, auf der Flucht oder in Situationen äusserster Prekarität.

Umfunktioniertes Plastik, architektonische Elemente, die das Konzept des Wartens aufnehmen, persönliche Erfahrungsberichte oder Bilder von Krisen: Die Ausstellung beleuchtet fragile und häufig unsichtbare Aspekte des Lebens, die den Menschen helfen, zu überleben, durchzuhalten oder einfach nur die Hoffnung zu wahren.

Die Ausstellung entstand aus der Zusammenarbeit zwischen dem Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung, der Kunsthochschule HEAD – Genève, der Universität Kopenhagen, dem EssentialTech Centre der EPFL und dem Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum. Sie lädt das Publikum ein, das humanitäre Design aus dem Blickwinkel derjenigen, die es selbst erfahren, neu zu betrachten – und sich zu überlegen, inwiefern die humanitäre Arbeit uns alle, hier und jetzt betrifft.