Evi Kliemand (geb. 1946 in Grabs, CH, Vaduzer Bürgerin) ist Malerin, Schriftstellerin, Lyrikerin, Publizistin und Kulturvermittlerin.

Ihre Schaffensorte finden Widerhall in ihrem Werk – Lavadina in Triesenberg (LI) mit Blick auf das Rheintal und Intragna im Tessin (CH), am Zusammenfluss der beiden Wildbäche Melezza und Isorno, sowie Vaduz (LI), wo sie lebt. Der Ort, an dem Wasser und Land aufeinandertreffen, ist auch ein Ort der Malerei und der räumlichen Transparenz. Uferwelten und Übergangsbereiche bilden nicht nur zentrale Motive, sondern zeigen sich auch in Kliemands zyklischer und prozessualer Arbeitsweise.

Man wird einem Bild nicht näher kommen, wenn man’s nicht ein wenig wie ein Lebewesen behandelt – und betrachtet.

(Evi Kliemand, Bl-VII / 12.11.1995)

Die unmittelbare Nähe zur Landschaft ist Bezugspunkt, Impuls und Anliegen zugleich. Sehend und horchend wahrnehmend deckt die Künstlerin Verborgenes oder Vergessenes auf und macht das Verschwindende sichtbar. Beweggrund ihres bildnerischen und poetischen Werkes ist, Verlusten vorzubeugen, etwas zurückzugeben und für kommende Generationen als Wahrnehmung in Erinnerung zu behalten.

Die Ausstellung nimmt Werke aus der Sammlung des Kunstmuseum Liechtenstein, mehrheitlich aus der Schenkung des Kulturwissenschaftlers Ralph Kellenberger, zum Ausgangspunkt und macht ausgewählte Schaffensphasen der Künstlerin sowie ihr literarisches Werk über Hörstationen erfahrbar.

(Eine Produktion des Kunstmuseum Liechtenstein, kuratiert von Annett Höland in Zusammenarbeit mit der Künstlerin)