Seit über 50 Jahren zählt Eleanor Antin (geb. 1935 in New York, USA) zu den wegweisenden Stimmen ihrer Generation.

Als Pionierin der künstlerischen Selbstinszenierung erschafft und verkörpert sie fiktive Figuren und stellt so zentrale Fragen nach Identität, Geschichte und Repräsentation. Dabei verbindet ihr Werk tiefgründigen Humor mit feinsinniger Erzählkunst. Antins medienübergreifende Praxis – Fotografie, Film, Text, Performance, Skulptur und Installation – lädt dazu ein, vertraute Narrative neu zu betrachten und verblüffende Perspektiven auf unser individuelles und gesellschaftliches Selbstverständnis zu entdecken.

Seit den späten 1960er-Jahren erkundet Antin die fluide Existenz des Selbst. Sie schlüpft in verschiedene Rollen – den König, die Ballerina oder die Krankenschwester –, die verschiedene Identitäten, historische Bezüge und innere Widersprüche in sich tragen.

Diese Retrospektive beleuchtet die Vielschichtigkeit von Antins Œuvre und zeigt, wie aktuell und wirkmächtig ihre Arbeit bis heute ist.

Kuratiert für das Kunstmuseum Liechtenstein von Christiane Meyer-Stoll mit Henrik Utermöhle. Die Ausstellung wurde vom Mudam Luxembourg – Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean initiiert und organisiert. Nach Vaduz wandert die Ausstellung an das MOCAK – Museum für Gegenwartskunst in Krakau.