Die Ausstellung gleicht einem visuellen Familientreffen: Selbstporträts von Künstlerinnen und Künstlern werden Darstellungen von Müttern, Onkeln und Cousins gegenübergestellt. Wie stellen Künstler sich selbst dar – und wie jene Menschen, die ihnen nahestehen? Wir begegnen malenden Brüdern, Bauernfamilien und Werken, die sich über vier Generationen erstrecken. Verwandtschaft findet sich jedoch nicht nur innerhalb von Familien, sondern auch zwischen Kunstwerken. Sie können formale, thematische oder technische Gemeinsamkeiten aufweisen, die Epochen und Gattungen überschreiten. Die Ausstellung zeigt sowohl spannungsreiche als auch harmonische Konstellationen – ganz wie in vielen Familien.

Durch die Zusammenführung von Werken aus unterschiedlichen Zeiten und künstlerischen Traditionen untersucht die Ausstellung die vielfältigen Wege, auf denen familiäre Beziehungen das künstlerische Schaffen geprägt haben. Porträts sind dabei mehr als bloße Darstellungen; sie werden zu Zeugnissen von Zuneigung, Erinnerung, Identität und persönlicher Geschichte und machen die Verbindungen sichtbar, die Menschen über Generationen hinweg miteinander verbinden.

Gleichzeitig lädt die Ausstellung dazu ein, die Beziehungen zwischen den Kunstwerken selbst zu betrachten. Durch unerwartete Dialoge und visuelle Resonanzen entstehen Netzwerke von Ähnlichkeiten und Kontrasten. In diesem Zusammenspiel von familiären Bindungen und künstlerischen Verwandtschaften eröffnet die Ausstellung eine Reflexion über Verbundenheit, Weitergabe und den nachhaltigen Einfluss gemeinsamer Erfahrungen.