Galerie Nordenhake feiert ihr 50-jähriges Bestehen mit einer großen Ausstellung, die zeitgleich an ihren drei Standorten in Stockholm, Berlin und Mexiko City stattfindet. Die Ausstellung Galerie Nordenhake Stockholm, Berlin, Mexico City, 50 years, die am ersten Juliwochenende eröffnet, vereint historische Arbeiten und neu in entstandene Werke von mehr als 90 Künstlerinnen. Als Ausstellung und lebendiges Archiv zugleich zeichnet sie die Geschichte der Galerie von ihrer Gründung im Jahr 1976 nach. Anstelle einer chronologischen Erzählung rückt sie die Künstlerinnen, ihre Werke sowie die gewachsenen Beziehungen in den Mittelpunkt.

Gegründet von Claes Nordenhake 1976 in Malmö, zog die Galerie 1986 nach Stockholm, eröffnete 2000 einen Standort in Berlin und expandierte 2017 nach Mexiko City.. Im Laufe ihrer Geschichte realisierte die Galerie frühe Ausstellungen internationaler Künstlerinnen wie Nan Goldin, Mona Hatoum, Antony Gormley, David Hammons und Jimmie Durham, begleitete bedeutende institutionelle Präsentationen weltweit und trug maßgeblich dazu bei, die Sichtbarkeit der von ihr vertretenen Künstlerinnen zu stärken. Die heutigen Galerieräume wurden von Gonzalez Haase AAS (Berlin), Gerda Persson—Bo Pilo (Stockholm) sowie Frida Escobedo (Mexiko City) entworfen.

Die Berliner Ausstellung reflektiert die besondere Rolle, die die Stadt seit der Eröffnung des ersten Berliner Standorts der Galerie in der Zimmerstraße im Jahr 2000 innerhalb ihrer Geschichte einnimmt. In einer Zeit, in der sich Berlin als internationales Zentrum für zeitgenössische Kunst etablierte, gehörte Galerie Nordenhake zu jener Generation von Galerien, die die Entwicklung der Kunstlandschaft der Stadt in den vergangenen zwei Jahrzehnten bis heute entscheidend mitgeprägt haben. 2007 zog die Galerie in das Galerienhaus in der Lindenstraße, den ehemaligen Hauptsitz der Lufthansa, wo Claes Nordenhake gemeinsam mit acht weiteren Galerien einen prägenden Ausstellungsstandort etablierte.

Mit Werken aus den Jahren 1961 bis heute vereint die Ausstellung historische Positionen mit eigens für das Jubiläum entstandenen Arbeiten. Zu den Höhepunkten zählen Josef Albers’ Homage to the square (Receptive), François Morellets Seule droite traversant 2 carrés dans deux plans différents (1978), Michael Schmidts Triptychon Waffenruhe (1985–87) sowie Jimmie Durhams Schlimmbesserung (1992). Zu den neu entstandenen Arbeiten gehören Spencer Finchs Installation Prussian blue, die sich mit Licht, Wahrnehmung und der Konstruktion von Farbe auseinandersetzt, Frida Orupabos Collage Big regrets sowie neue Gemälde von Sophie Reinhold und Paul Fägerskiöld.

In Stockholm stehen die frühen Jahrzehnte der Galerie und langjährige Künstler:innen wie Olle Bærtling, Donald Judd, Richard Serra und Nan Goldin im Mittelpunkt. In Mexiko werden historische Arbeiten von Robert Morris und Rémy Zaugg gemeinsam mit neuen Projekten von Iñaki Bonillas, Elena Damiani, Naufus Ramírez-Figueroa und Jerónimo Rüedi gezeigt. Werke von Künstler*innen wie Mirosław Bałka, Ayan Farah und Silvia Gruner verweisen zugleich auf das langjährige Engagement der Galerie für den internationalen künstlerischen Austausch.

Galerie Nordenhake Stockholm, Berlin, Mexico City, 50 years ist die letzte Ausstellung, die in den Räumlichkeiten in der Lindenstraße präsentiert wird, bevor Galerie Nordenhake nach Charlottenburg umzieht. Dort eröffnet sie während der Berlin Art Week ihren neuen Standort mit einer Gruppenausstellung, die unter anderem Werke von Karin Mamma Andersson, John Coplans, George Grosz, Edvard Munch, Benjamin Orlow, Frida Orupabo, Sophie Reinhold, Michael Schmidt versammelt.