Das konvoluthafte, zetteldurchwachsene, obszöne, mit Emotionen aufgeladene Zusammenballen divergierenden Materials in Malerei und Zeichnung faszinierte den 1937 in Stuttgart geborenen, 2000 in Scholderup gestorbenen Walter Stöhrer ein Leben lang. In der Ausstellung zeigen wir großformatige Arbeiten auf Papier und Leinwand aus drei Jahrzehnten und in außergewöhnlicher Qualität, die uns der Nachlass großzügigerweise zur Verfügung gestellt hat.
Man spürt – und sieht es auf jedem Bild - das Zittern der Erregung, den Bann des Chaos, das ihn antrieb, das Leben, die Gefahr, die Lust und das Gebändigte. Und wird Zeuge eines schönen Paradoxes, was gleichsam daraus entsteht: das Lakonische, das Einfache, das Bei-Sich-Bleibende dieser Bilder, das man auch spürt.
Das vitale Durcheinander reift zum Bild, und dabei spielt die Literatur eine tragende Rolle, weil sie den Triebgrund der Wirklichkeit gleichsam schon vorgeformt hat, ins sprechende Bild, dessen Umsetzung jeweils, durch die Irrtümer und Erzählungen hindurch, von Walter Stöhrer gefunden wurde.
















