Das MdbK präsentiert im dritten Obergeschoss auf rund 1000qm die moderne und zeitgenössische Kunst. Bilderkosmos #3 ist medienübergreifend angelegt: Grafik und Fotografie werden – anders als in den beiden Vorgängerversionen – in der neuen Präsentation im dreimonatigen Wechsel integriert. Auch sind lange nicht gezeigte Werke, zum Beispiel von Karl-Heinz Adler oder Irmgard Horlbeck-Kappler, sowie jüngste Neuerwerbungen und Schenkungen von Gemälden des 20. und 21. Jahrhunderts erstmals zu sehen.
Der chronologisch angelegte Rundgang startet mit herausragenden Werken des in Leipzig geborenen Max Beckmann. Sein spezifisches Leitmotiv, das Metaphysische der Realität hinter ihrer Erscheinung zu erfassen, korrespondiert auf besondere Weise mit der Sammlung des MdbK, deren Schwerpunkt im 20. und 21. Jahrhundert auf den figurativen und erzählenden Bildkünsten mit einer Tendenz zum Allegorischen liegt. An den Max Beckmann gewidmeten Raum knüpft die Präsentation der Kunst der Moderne an, die im MdbK mit herausragenden Einzelwerken vertreten ist, darunter Gemälde von Giorgio De Chirico, Karl Hofer, Otto Mueller, Max Pechstein und Max Schwimmer sowie Skulpturen von Wilhelm Lehmbruck und Ernesto de Fiori.
Sieben der zehn Räume des Bilderkosmos #3 sind der Kunst aus der DDR gewidmet. Gezeigt werden ihre Vielfalt, aber auch ihr Ringen mit den politischen Verhältnissen und die Verortung inmitten des Kalten Krieges. Die Kunst aus der DDR ist von Ambivalenzen und Widersprüchen durchdrungen, die in einzelnen Themenräumen aufgefächert werden. In diese Präsentationen sind mit einzelnen Positionen des 21. Jahrhunderts Sprünge in die unmittelbare Gegenwart eingebettet.
Vollends breitet sich die zeitgenössische Kunst in der zentralen Mittelhalle des dritten Obergeschosses aus. Die lokale Szene, vertreten durch ehemalige Professoren und Student:innen der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB), darunter Neo Rauch, Henriette Grahnert, Franziska Holstein, David Schnell und Matthias Weischer, wird in dialogischen Setzungen um Positionen erweitert, die über Leipzig hinausweisen und die nationale wie internationale Vernetzung der Künste betonen. Zu sehen sind Werke von André Butzer, Adrian Ghenie, Katharina Grosse, Karolina Jabłońska und Cornelia Schleime.
















