Das Museum Franz Gertsch widmet dem niederländischen Maler Robert Zandvliet (1970) eine breit angelegte Einzelausstellung, die wichtige Werkgruppen der letzten 15 Jahre exemplarisch in einen Dialog bringt. *The painting is a door belegt eindrücklich, wie der in Haarlem arbeitende Künstler seine malerischen Untersuchungen an der Schnittstelle von Abstraktion und Gegenständlichkeit vorantreibt. Die Ausstellung wird von einer umfangreichen Monografie begleitet.
Robert Zandvliet gilt als einer der bedeutendsten niederländischen Maler der Gegenwart. Seit Mitte der 1990er Jahre entwickelt er sein Werk, das sich im Spannungsfeld von Repräsentation und selbstreflexiver malerischer Praxis verorten lässt. Für den Künstler bleibt das konkrete Motiv stets Ausgangspunkt für seine Bildfindungen, die sich in ihrer dynamischen Malweise dann aber auch in einem sehr freien, assoziativen Raum ansiedeln.
Von zentraler Wichtigkeit für die Ausstellung ist die Serie Seven stones (2014), die erstmals ausserhalb der Niederlande ausgestellt wird. In dieser beeindruckenden Werkgruppe konzentriert sich Robert Zandvliet motivisch in konzeptioneller Konsequenz auf Steine, die sich in ihrer malerischen Transformation vom eigentlichen Motiv loslösen und auf grundlegende Bedingungen und Mittel der Malerei verweisen.
Ausgehend von dieser im ersten Saal geschlossen präsentierten Serie, deren formale Homogenität auch durch eine stark reduzierte Farbpalette betont wird, spannt die Ausstellung den Bogen bis zu Paradaidha, Zandvliets neuester Werkgruppe. Das altpersische Wort paradaidha meinte ursprünglich eine ummauerte, bewässerte Gartenanlage, die als Ort der Fülle und des Glücks zum Inbegriff des Paradieses wurde. Die ausgewählten, grossformatigen Werke dieser Serie verdeutlichen das für Zandvliets Schaffen bestimmende Verhältnis von äusserst durchdachtem Bildaufbau und dem spontanen Ausdruck malerischer Praxis. Diese grundsätzlichen Wechselwirkungen werden in der Ausstellung mit über 30 repräsentativen Werken untersucht.












