Samen bilden die Grundlage unseres Lebens. Sie versorgen uns mit Nahrung und Rohstoffen, verkörpern biologische Vielfalt, bewahren und tradieren regionales Wissen und kulturelles Erbe und stehen für Hoffnung, Wandel und Erneuerung. Die Ausstellung ist Teil der Klima Biennale Wien und erkundet die vielschichtigen Bedeutungen von Samen und Saatgut als Spiegel unseres Verhältnisses zur Erde und zueinander.
Für die vierzehn internationalen Künstler:innen der Ausstellung ist das Samenkorn Ausgangspunkt für ihre Untersuchungen aus ökologischer, kulturhistorischer wie symbolischer Perspektive. Aus unterschiedlichen geografischen und kulturellen Kontexten heraus entstanden, thematisieren die versammelten Werke Migration und Kolonialismus, indigenes Wissen und Biodiversität, Agrarwirtschaft und Ernährungssouveränität, aber auch Widerstand, Selbstermächtigung, solidarische Praxis und regenerative Zukünfte.
Die Ausstellung Seeds. Reclaiming roots, sowing futures schlägt Brücken zwischen Kunst, Ökologie und Aktivismus. Die Skulpturen, Installationen, Fotografien und Videoarbeiten erzählen vom Verschwinden und Bewahren, von Verlust und Regeneration, vom poetischen wie politischen Potenzial des Sorgens und des gemeinsamen Wachsens. So wie ein Samenkorn Erbe und Potenzial, Geschichten und Zukünfte in sich trägt, entfalten sich in der Ausstellung vielfältige Narrative, die die Verflechtungen und die Komplexität der globalen Klimakrise greifbar machen und dazu einladen, über mögliche Zukünfte zu reflektieren.
















