Mit Trace elements präsentiert die Kornfeld Galerie eine Einzelausstellung des in London lebenden Künstlers Nick Dawes (1969, Johannesburg), die neue Arbeiten aus seiner aktuellen Werkphase versammelt. Die von Charles Moore kuratierte Ausstellung widmet sich einer Malerei, die sich bewusst der visuellen Beschleunigung der Gegenwart entzieht und Zeit, Materialität und Aufmerksamkeit in den Mittelpunkt stellt.
Nick Dawes’ Arbeiten entstehen durch das Gießen dünner Farbschichten auf unbehandelte Leinwand. Transparenz, Überlagerung und eine sichtbar eingeschriebene zeitliche Dimension prägen die Bildoberflächen. Farbe erscheint dabei nicht als dekoratives Element, sondern als strukturgebendes Prinzip. Der malerische Prozess bleibt offen lesbar und verleiht den Arbeiten eine ruhige, zugleich intensive Präsenz.
Inhaltlich steht Dawes’ Werk in einem zeitgenössischen Dialog mit zentralen Positionen der abstrakten Nachkriegsmalerei wie Ed Clark, Mark Rothko und Sam Gilliam, ohne diese zu zitieren. Seine Malerei führt deren Fragestellungen zu Farbe, Raum und Materialität konsequent in die Gegenwart fort und behauptet die anhaltende Relevanz der Malerei als Ort konzentrierter Wahrnehmung und zeitlicher Erfahrung.
















