Irgendwann in den späten 1980er-Jahren begann ich, eine Linie zu malen, und habe seitdem nie damit aufgehört.

Zitko malt diese Linie auf Leinwände, Aludibondplatten, Wände und Decken. Intuitiv lässt er sie frei fließen, abhängig davon, wie er sich fühlt und was er gerade erlebt. Zudem überträgt Zitko seine großformatigen Zeichnungen auf seine Tafelbilder, auf denen die Liniengeflechte scheinbar niemals enden, sondern sich stets über die Bildränder hinaus fortsetzen.

Der Kunstkritiker Jan Avgikos sieht darin einen Ausdruck der Rebellion gegen die Einschränkungen bildnerischer Wahrnehmungsparadigmen: „Wir werden Zeugen dessen, was als spektakuläre Folgen einer Flucht betrachtet werden könnte – einer Flucht vor den durch den Körper auferlegten Grenzen, eines Ausbruchs aus der Tafelmalerei und ihrem Rahmen sowie aus dem zweidimensionalen Ausstellungsraum.“

Durch diese fortwährende Auseinandersetzung mit der Linie schafft Zitko dynamische Kompositionen, die die Grenzen zwischen Zeichnung, Malerei und räumlicher Erfahrung verwischen. Seine gestischen Linien bilden komplexe Netzwerke, die eine kontinuierliche Bewegung suggerieren und jede Oberfläche in ein Feld voller Energie und Ausdruck verwandeln. Anstatt die Linie innerhalb einer festen Struktur einzuschließen, lässt er sie sich organisch entfalten und lädt die Betrachtenden dazu ein, ihren unvorhersehbaren Verläufen zu folgen und das Werk als einen offenen, fortlaufenden Prozess zu erleben.