Mit der Ausstellung Stillleben mit gemüse verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel zwischen Realität und Illusion. Ihre Skulpturen und Installationen treten dabei in einen vielschichtigen Dialog mit der Architektur sowie der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Hauses und eröffnen neue, überraschende Perspektiven.
Anders als andere Ausstellungen erstreckt sich Stillleben mit gemüse über das gesamte Städel Museum. Den Ausgangspunkt bilden zwei große Installationen in der Sammlung Gegenwartskunst. Von dort aus entfaltet sich die Präsentation mit Skulpturen und Interventionen durch das gesamte Haus bis in die benachbarte Liebieghaus Skulpturensammlung. An unerwarteten Orten treten die Werke in einen fast surrealen Dialog mit der Städel Sammlung: Die Besucherinnen und Besucher werden zu einer Schatzsuche eingeladen, die sie in den Mittelpunkt der Ausstellung rückt.
Elmgreen & Dragset arbeiten seit Mitte der 1990er-Jahre zusammen und zählen zu den einflussreichsten zeitgenössischen Künstlern. Obwohl sie oft als Bildhauer bezeichnet werden, sind sie in einem weiten Spektrum tätig, das auch Installation, Performance und Architektur umfasst. Ihre Werke hinterfragen gewohnte räumliche Strukturen und laden sowohl öffentliche als auch institutionelle Orte atmosphärisch auf.
Elmgreen & Dragset legen offen, dass es wenig zeitlos Gültigeres und Tiefschürfenderes als ein Museum gibt.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, Stefan Trinks)
Elmgreen & Dragset ordnen ihre figurativen Skulpturen so an, dass sie das Publikum aktiv in das Erzählen von Geschichten einbeziehen. Durch gezielte Blicklenkung rücken die Künstler alltägliche, leicht übersehene Momente in den Fokus und verwandeln diese in poetische Szenen, die von Kritik und Humor geprägt sind. Mit ihrer durchdachten Art der Präsentation stellen Elmgreen & Dragset auf anschauliche Weise dringliche Fragen zu sozialen Strukturen und Verhaltensmustern, die in Konventionen und institutionellen Routinen verankert sind. Das Künstlerduo beleuchtet auch, wie Museen unsere Wahrnehmung der Kunstgeschichte prägen. Subtil unterlaufen sie dabei traditionelle Präsentationsformen und experimentieren mit den Regeln der Ausstellungsgestaltung.














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