Einem wiederkehrenden Motiv in Tolia Astakhishvilis Werk folgend, nimmt die erste museale Einzelausstellung der Künstlerin die „Figur des Kindes“ als Ausgangspunkt. In diesem Kontext steht das Kind für ein Wesen von großer geistiger und gestalterischer Autonomie, das zugleich stark auf andere Menschen angewiesen ist. Entsprechend richtet Astakhishvili in der Ausstellung ihr Augenmerk auf das Erlebnis von Kunst selbst, das sich über Bewegung und Berührung entfaltet und sich bewusst von den Konventionen musealer Präsentation löst.

Der Gedanke der „ersten Begegnung“, wie Kinder ihn in der erstmaligen Erfahrung eines Phänomens erleben, bildet dabei den Schlüssel zu einer neuen Art des Erlebens. Tolia Astakhishvilis vielschichtiges Werk zeichnet sich durch ein feines Gespür für Raum als komplexe Einheit aus, die von allen geprägt wird, die ihn erfahren. Die Künstlerin arbeitet mit Skulptur, Klang, Video, architektonischen Elementen, Malerei und Zeichnung und verbindet diese Medien zu raumgreifenden Installationen.

Astakhishvilis Ausstellung Figure of the child entsteht im Dialog mit einer Vielzahl von Mitwirkenden ebenso wie Werken aus der mumok Sammlung, darunter Vito Acconci, Zurab Astakhishvili, Aurel, Ştefan Bertalan, Karl Blossfeldt, Kaucyila Brooke, Veronica Brovall, Günter Brus, Elene Chantladze, James Ensor, Nan Goldin, Yaryna Fedoriv, Irma Gubeladze, Ull Hohn, Joe Jones, Paul Joostens, Louise Lawler, Charlotte Moorman & Nam June Paik, Dylan Peirce, Pablo Picasso, Charlotte Posenenske, Alexandra Ranner, James Richards, Irena Rosc, Medardo Rosso, Dieter Roth, Maka Sanadze, Stefan Wewerka und Heimo Zobernig.

Zur Eröffnung erscheint das erste von drei Künstlerinnenbüchern zu Tolia Astakhishvili, Figure of the child, mit Texten von Kirsty Bell, Fatima Hellberg und Liesl Ujvary, gestaltet in Zusammenarbeit mit dem Designstudio Syndicat.