Die Fragen, die wir heute stellen, formen das Morgen mit. Tomorrow is the Question stellt scharf auf unser aller Zukunft. Eine Gruppenausstellung internationaler Gegenwartskunst, die dazu anregt und auffordert, über gegenwärtige und zukünftige Probleme nachzudenken und zu diskutieren.

Spielen Sie eine Runde Tischtennis, betrachten Sie einen rot glühenden Globus, lassen Sie sich von einem alles umschließenden, interaktiven Wasserfall reinigen. ARoS’ erste Sonderausstellung des Jahres 2019 zeigt, wie man mit der Kunst als Vermittlerin und Katalysator das Augenmerk auf die größten und kompliziertesten Herausforderungen unserer Zeit lenken kann. Die Ausstellung geht von den 17 Weltzielen für nachhaltige Entwicklung der UN aus und lädt die Besucher ein, über die Zukunft nachzudenken.

Tomorrow is the Question entstand in kuratorischer Zusammenarbeit von ARoS und Luise Faurschou in einer Entwicklungszeit von drei Jahren. Luise Faurschou steht hinter der Organisation ART 2030, die zum Ziel hat, die Kunst mit den Weltzielen zu verbinden. ART 2030 wurde von der internationalen Kunstplattform artnet als ehrgeizigstes Kunstprojekt aller Zeiten bezeichnet.

Werke von 15 internationalen Gegenwartskünstlern sind in der Ausstellung vertreten. Sie haben alle gemeinsam, dass sie auf visuell und sinnlich besonders eindrucksvolle Weise erzählen, dass wir uns in einer Übergangszeit befinden. Die mitwirkenden Künstler teilen eine gemeinsame Aufmerksamkeit auf die Probleme unserer Zeit in einer Form, die über den Zustand der Welt nachdenken lässt, zu Dialog und neuen Ideen sowie zu gemeinsamem Handeln auffordert. Gemeinsam sind die Künstler eine Reihe individueller Stimmen, denen es konsequent gelingt, unsere Realitätsauffassung und unser Klischeedenken herauszufordern.

Anlässlich der Ausstellung gibt ARoS einen Katalog mit Beiträgen von Autoren heraus, die in unterschiedlicher Weise sowohl die düsteren als auch die freundlicheren Szenarien unserer Gegenwart und Zukunft beleuchten. Museumsdirektor Erlend G. Høyersten hat ein Essay über die Notwendigkeit einer mentalen Revolution geschrieben, die externe Kuratorin Luise Faurschou stellt die Ausstellung und die Kunstwerke vor und der Wissenschaftsautor Tor Nørretranders hat ein philosophisches, hoffnungsvolles Essay über das Potenzial von morgen beigesteuert. Der Katalog enthält darüber hinaus zwei begutachtete Forschungstexte über die Kehrseite der technologischen Entwicklung von Nanna Bonde Thylstrup und Ulrik Ekman sowie über die Umwelt und die anthropozänen Landschaft von Anette Vandsø.

Tomorrow is the Question wurde angestoßen und wird kuratiert von Luise Faurschou, Gründerin und Direktorin von ART 2030 und Faurschou Art Resources in Zusammenarbeit mit ARoS’ Direktor Erlend G. Høyersten.