Das mumok zeigt die erste umfassende Retrospektive zum Werk des österreichischen Künstlers Ernst Caramelle. Die Präsentation umfasst alle Werkphasen von 1974 bis in die Gegenwart.

Dramaturgisch verschränkt sie die unterschiedlichen Medien und die konzeptuellen Verfahrensweisen, ohne dabei deren subtil-strategische Verklausuliertheit preiszugeben. Nur bedingt chronologisch angelegt, zeigt die Ausstellung das Ineinandergreifen und die durchgehende Referenzialität zwischen den medialen Werken (Foto, Video, Reproduktion von medialen Bildern), der Wandmalerei, den sogenannten Gesso Pieces, den Zeichnungen, den Aquarellen, den „Lichtarbeiten“ und dem im Schaffen Caramelles zentralen Komplex der Druckgrafik. Erst über die wechselseitigen Bezüge zwischen seinen Arbeiten erschließen sich die reichhaltigen Überlegungen und Bildfindungen des Künstlers.

Ernst Caramelle wird für das mumok ein neues Raumkonzept mit Wandmalerei entwerfen, das einen wesentlichen Teil der Personale bildet und mit dem gesamten Œuvre gedanklich und methodisch verzahnt ist.