Schon jahrhundertelang begegnen Menschen einander, wo heute Nimwegen liegt. Von römischen Soldaten bis hin zu mächtigen Kaisern und reichen Händlern. Aber auch Menschen mit weniger Geld oder Macht. Im Laufe der Zeit werden hier Grenzen verlegt und durchbrochen. Nicht nur zwischen Ländern und Armeen, sondern auch zwischen Welten, Ideen und Lebensweisen. In Der Mensch an der Grenze machen wir diese Grenzen sichtbar. Denn was einst geschah, bewirkt, wer wir heute sind.

Ein Hügel bietet Aussicht und Überblick, ein Fluss bildet eine natürliche Grenze. Auch in Nimwegen und Umgebung, wo die Pfade der Menschen schon seit mehr als 40.000 Jahren rund um Hügel und Fluss einander kreuzen. Auf diese Weise gehen verschiedene Zeiten, Menschen, Kulturen und Ideen hier eine Verbindung miteinander ein. Schon die ersten Menschen legen große Abstände zurück, um hierherzukommen. Später tauchen Soldaten aus allen Ecken des Römischen Reiches auf, um ihre Nordgrenze zu bewachen. Und im Mittelalter wächst Nimwegen zu einem markanten Knotenpunkt für Handel, Politik, Religion und Kunst heran. In Der Mensch an der Grenze sehen Sie, wie Nimwegen sich zu dem entwickelt hat, was es heute ist – und was uns zu dem entwickelt hat, was wir heute sind.

Hier werden Grenzen gezogen, geschützt, verlegt und durchbrochen. Wir reisen umher, lassen uns nieder oder ziehen weiter. Wir besetzen Land, verjagen lokale Bewohnerinnen und Bewohner und bauen Grenzposten. Aber wir setzen uns auch zur Wehr gegen Unterdrücker und soziale Ungerechtigkeit. In Der Mensch an der Grenze begegnen Ihnen Objekte und Geschichten, die unseren Blick auf die Vergangenheit verändert haben. Sie zeigen uns, wie die Grenze des Menschen ständig etwas weiter verschoben wurde. Wir bauen Brücken zwischen heute und gestern sowie zwischen gestern und heute. Damit verbinden wir uns selbst mit dem anderen, im Einst und im Jetzt.